WELT News

Debatte - Aktuelle Nachrichten von WELT
Debatte - WELT
  1. Unionsfraktionschef Jens Spahn ist von seinem Amt zurückgetreten. Das war nach dem Leihmutterskandal unumgänglich. Ärgerlich: die Weinerlichkeit des Spitzenpolitikers, in die er seinen Abschied kleidet.
  2. Die EU-Chatkontrolle ist in vieler Hinsicht problematisch. Das Europäische Parlament sagte zwar nein, aber ein Verfahrenstrick machte daraus ein Ja. Jetzt kommt es auch auf eine Bundesministerin an.
  3. Ungarns neuer Premier gelobte, sein Land wieder in eine liberale Demokratie zu verwandeln. Allerdings tut er dies auf eine Weise, die man eher seinem Vorgänger Viktor Orbán zugetraut hätte.
  4. Die Deutschkenntnisse bei Grundschülern sind oft unzureichend. In Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen werden nun Tests und Förderunterricht Pflicht. Das nutzt Schülern, schützt Eltern und setzt dem Betreuungsstaat Grenzen.
  5. Der Bundesgerichtshof sagt: Wenn ein Wohnungseigentümer eine Klimaanlage einbauen will, darf er dies auch gegen die Mehrheit der Eigentümergemeinschaft. Aber das Urteil ist interpretationsfähig.
  6. Manuela Schwesig spielt sich als soziales Gewissen der Nation auf. Die Kritik der SPD-Ministerpräsidentin an den Kürzungsplänen beim Unterhaltsvorschuss ist populistisch. Politiker wie sie ruinieren Deutschlands Staatsfinanzen.
  7. Die jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung können sich sehen lassen: Bürokratieabbau, flexiblerer Arbeitsmarkt, erste Schritte bei Rentenreform und Gesundheitsreform. Nur kommt davon erstaunlich wenig im Alltag an.
  8. Die Dinger sind im ruhenden Zustand genauso gefährlich wie in voller Fahrt.
  9. Das zweite „Entlastungskabinett“ zeigt, wie mühsam Bürokratieabbau in Deutschland ist. Die Richtung stimmt, aber Friedrich Merz muss alle Ressorts auf mehr Tempo verpflichten.
  10. Die Verdienste des ukrainischen Präsidenten sind unbestritten. Aber mit der Entlassung des populären Verteidigungsministers sendet er das falsche Signal – an die Front, an die Gesellschaft und an die internationalen Partner.