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Debatte - Aktuelle Nachrichten von WELT
  1. Die riesigen Feuer im Westen der USA schieben Politiker und Medien auf den Klimawandel. Wichtigere Ursachen lassen sie außen vor, die Verantwortlichen kommen davon. Die Debatte gleicht mehr einem Kulturkampf als ernsthafter Auseinandersetzung.
  2. Corona kostet Wohlstand. Doch der Kampf gegen die Erderwärmung sollte in der neuen Welt der knappen Spielräume nicht unter die Räder geraten. Daher gibt es nur eine Lösung, schreiben unsere Gastautoren: Mehr Klimaschutz pro investiertem Euro.
  3. Erstmals seit April gibt es wieder mehr als 2000 Neuinfektionen am Tag. Diesmal trifft es vermehrt junge Leute, bei denen die Krankheit oft nicht so schwer verläuft. Trotzdem gibt es keinen Grund zur Entwarnung.
  4. Immer häufiger hört man von rechtsradikalen Tendenzen bei der Polizei. Viele Bürger fragen sich bereits, warum darüber überhaupt noch berichtet wird, denn es scheint ja eher der Normalfall zu sein.
  5. Greta Thunberg? Benjamin Netanjahu? Oder Donald Trump? In der Kür der Pazifisten zeichnet sich bereits ab, wer die besten Aussichten auf den Nobelpreis hat. Nach der Logik der Jury hätte der US-Präsident tatsächlich Chancen. Doch Obacht: Auszeichnungen können böse enden.
  6. Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ hat ein Etappenziel erreicht, ein Volksbegehren zu Enteignungen in Berlin wäre rechtlich zulässig. Aber neue Wohnungen entstehen dadurch nicht - weil die Politik blockt.
  7. Die Vereinigten Arabischen Emirate zeigen, wie ein progressiver Friedensplan aussieht. Sie setzen auf kulturelle Vermittlung, gerade in den Schulen. Palästinensische Lehrpläne sehen anders aus. Und ausgerechnet die werden von der EU finanziert.
  8. Wer Karriere machen will, muss in die Metropolen ziehen. Doch für Familien ist das ein Problem. Wohnraum können sie sich dort nicht mehr leisten. Arbeitgeber müssen sich anpassen – die Familien werden es nicht mehr tun.
  9. Die Taten der 29 Polizisten, die sich in rechten Chats austauschten, sind verabscheuungswürdig, aber kein Grund für einen Generalverdacht. Die Politik muss sich überlegen, ob sie nicht den alten Radikalenerlass aus den 70er-Jahren wiederbeleben sollte.
  10. Herrenchiemsee, Berliner Villa, adelig? In der Politik zählt vor allem der Anschein und wie ein solcher Anschein entsteht. Die Wähler haben ein gutes Gespür dafür, was angemessen ist und was nicht. Größenwahn zahlt sich meist nicht aus.