presidentEndlich, nach 10 Jahren Verantwortung übernommen

Vorsitzendes des Planungsausschusses ist jetzt Frau Falkenberg. Die Nachricht hätte eigentlich nichts Besonderes, wäre Frau Falkenberg in der Vergangeheit nicht fast 8 Jahre aus dem Planungsausschuss ausgeschlossen gewesen. Ihre ehem. SPD-Genossen hatten das zur Auflage bei der Wahlkampfunterstützung gemacht. Nur ihr Ehemann durfte dort auftauchen und den hat man am Ende auch rausgeschmissen. So ließ sich noch besser mauscheln. Frau Falkenberg kümmerte sich um Schule, Kindergarten, Schulbus. Gelegentlich auch um die Rettung der Welt und das gesellschaftliche Bewußtsein. Die harten Themen, Finanzen Bauleitplanung und Bauwesen gab sie weg. Mit dem naiven Glauben, sie seien dort in guten Händen. Diese Art von Wohlfühlpolitik und präsidiale Fernlenkung funktioniert nicht. Sie ist von der Gemeindeordnung auch nicht so gedacht. Der Bürgermeister hat deshalb aus gutem Grund das Recht, in jedem Ausschuss mitzuarbeiten und ggf. auch die Beschlüsse aufzuheben. Für den ehrenamtlichen Bürgermeister einer Mini-Gemeinde ist präsidiales Gehabe unangemessen.

Ein Blick über den Zaun nach Schnakenbek

Die bauliche Entwicklung Dassendorfs ist seit Jahrzehnten eine Irrfahrt. Unverändert hat die Gemeinde kein Zentrum. Die historische Teilung zwischen Dorf und Siedlung ist immer noch nicht überwunden. Die baukulturelle Sonderstellung der Waldsiedlung wurde in den letzten Jahren Zug um Zug geschleift. Der Bereich um das ehemalige Benthack-Gebäude ist mittlerweile durch ortseingangsschildAufgabe der Poststelle als Zentrum aus dem Rennen. Das Cafe im Eingangsbereich des REWE-Marktes hat eine eher synthetische Anmutungr. Die bauliche Entwicklung vollzieht sich stattdessen längs der Linien der Interessen der Grundstückseigentümer. Zur Vermeidung solcher Fehlentwicklungen verpflichtet das Baugesetzbuch die Gemeinden ein Entwicklungskonzept zu erstellen. Für Dassendorf gilt hier: Fehlanzeige. Sogar die Mini-Gemeinde Schnakenbek hat sich nun entschieden ein solches Konzept zu erstellen. Zuschüsse aus dem ELER-Programm könnten die Finanzierung erleichtern. Es wird manch einem nicht gefallen, dass ein solches Konzept eigenen Absichten entgegen steht. Das aber ist gerade der Sinn.

 

Erste Privatstraße in Dassendorf

schrankeAn der Bargkoppel lag zwischen dem Rückhaltebecken und der Bargkoppel in der Vergangenheit ein Gewerbegebiet. Das Gebiet wurde leider nur für die Lagerung von Abraum, Steinen und Erde genutzt. Gegenüber lag nämlich das Wohnhaus des Eigentümers. Es gab die Idee, dort statt Gewerbe Seniorenwohnungen  zu bauen.  Daraus wurde nichts. Aus "Sorge" um den Betrieb der Spedition RTS hieß es, könne man das dort nicht bauen. Die Lastwagen der Spedition verursachten zu viel Emissionen.  RTS befürchtete Beschwerden der Wohnungsmieter. Auch die B 207 sei zu nah. Also: Die Lärmbelästigung sei zu groß. Man stieg um auf eine Realisierung der Seniorenwohnungen am Holunderhof. Große naturnahe Flächen waren das Opfer. Die weitere Emtwicklung dort wird dem Leser bekannt sein.

Die Dassendorfer Baumafia behielt aber die Flächen des Gewerbegebietes an der Bargkoppel im Auge. Die Gemeindevertretung beschloß auf deren Betreiben die Umwandlung von Gewerbe- in Mischgebiet. In Mischgebieten können Wohnen und Gewerbe gemeinsam realisiert werden können. Deshalb verzichtete man auf alle Festlegungen. Vereinfacht gesagt, es konnte gebaut werden, was man wollte. Blumige Redensarten über blühende Handwerksbetriebe mit Geschäftsführer- und Eigentümerwohnungen waren zu hören.

Gewerbegebiet;  Garagen bringen keine Arbeitsplätze

kleinIMG 20180805 00082Wenn eine Gemeinde wertvolle Grundstücke zu Gewerbegebieten umwandelt, sollte sie eigentlich im Auge haben, dass dann auch Arbeitsplätze entstehen und Gewerbesteuer eingenommen wird. So war es eigentlich für das Dassendorfer Gewerbegebiet geplant. Der Erfolg kann sich sehen lassen, die angebliche "Totgeburt" (unbelehrbar der ehemalige Vors. des Planungausschusses Karl Hans Staßburg (SPD) )  sprudelt Steuereinahmen. Mitarbeiter werden gesucht. Auch Dassendorfer Unternehmen haben sich dort niedergelassen. So sieht es die Landesplanung vor: Raum für örtliche Unternehmer sollte es sein. 

Leider verschenkte die SPD/ CDU Koalition in der letzten Wahlperiode jahrelang diese Steuereinahmen und ließ Investitionen brach liegen. Schließlich vergeigte sie sogar die vorteilhafte Nutzung eines der Grundstücke. Ein ca. 2500 qm großes GRundstück im Südosten (an der Bargkoppel)  wurde als Garagengrundstück verkauft. Eigentlich hätte die Gemeinde die Möglichkeit gehabt, dieses Grundstück zu einem Freundschaftspreis zu erwerben.(Gewerbegebiet, das Trauerspiel in 4 Akten) Im Gegenzuge verlangte der Eigentümer eine Erschließung über die angrenzende Bargkoppel. Mit juristischen Finessen wurde behauptet, die Bargkoppel sei eine "nicht zum Anbau bestimmte" Straße. Deshalb müsse das Grundstück über den Wendehammer des Gewerbegebietes erschlossen werden. Eine Schikane, denn die Gemeinde hätte die Anbaubeschränkung (wenn überhaupt gegeben) leicht aufheben können. Der Eigentümer hätte dann Erschießungsbeiträge zur Bargkoppel gezahlt. So zahlte er für die Erschließung des Gewerbegebietes und es entstand die obskure Stichstraße.  Der Eigentümer war es leid und verkaufte selbst.

So sind die Konsequenzen, wenn in einer Gemeindevertretung der Sachverstand fehlt und das Amt Hohe Elbgeest kleingeistig nur den momentanen Geldzufluss im Auge hat.

Arbeitsplätze: Fehlanzeige. Gewerbesteuer: FehlanzeigekleinerIMG 20180805 00084

Mit gutem Grund haben sich die Dassendorfer daran gestört, dass Mauschelei und Bereicherung das Geschehen in den letzten Wahlperioden bestimmten. In diesem Fall machte es den Beteiligten auch kein Kopfzerbrechen, den "Stolz" der Gemeindevertertung gegenüber dem Eigentümer auszuleben. (Wir lassen uns nicht epressen (GuD)!) Frau Falkenberg machte dieses unseelige Spiel mit. Ob sie es gezwungermaßen tat oder sich einfach opportunistisch der Mehrheit in der SPD-Fraktion beugte sei, wer weiß es. Aber es ist auch eine Portion Arroganz im Ausleben der Unkenntnis zu verzeichnen. Da helfen auch keine dummerhaften Rechtfertigungen, wonach die Bauleitplanung noch ergänzungsbedürftig war. Der Schaden des nachlässigen Umganges mit den gemeindlichen Interessen ist nur zu offensichtlich. 

Wahlmarathon am Ende

Die Kommunalwahl und die folgende Besetzung der Posten ist geschafft. Bei WIR werden auch die letzten Sektflaschen geleert sein. SPD und CDU haben es einfacher. Ohne Mandate braucht man keinen Sekt und kein Personal. Die Ausreden für die katastrophalen Stimmverluste sind schon zurecht gezimmert. Dabei liegen die Ursachen auf der Hand.

sektkorkenDer Wahlsieger WIR ist  Profiteur einer geradezu unverschämten Mauschelei in Bausachen. Auch das misslungene Baugebiet am Holunderbusch erfüllt keine der Erwartungen. Keine Seniorenwohnungen für geringe Einkommen, keine preisgünstigen Bauplätze für junge Dassendorfer, keine Sozialstation. Dafür ist den Anliegern des Weges "Am Wendel" ein für Dassendorfer Verhältnisse untypischer Gebäudekomplex vor die Nase gesetzt worden. Einziger Profiteur: die Baugesellschaft der Kreissparkasse und die am Bau sonst so beteiligten. Kaum zu glauben, die SPD wollte sich im Wahlkampf sogar mit den Projekten aus der geschmähten Regierungszeit der CDU schmücken. Das jahrelang torpedierte Gewerbegebiet wurde eine SPD-Errungenschaft!

Frau Falkenberg hat mitgemacht. Strukturelle Verbesserungen für Dassendorf hat es nicht gegeben. Drei Grundsteuererhöhungen sind verfrühstückt. Das Glasfaserinternet haben die Stadtwerke Geesthacht finanziert und auf den Weg gebracht. Viele Fotos fielen dabei ab. Lediglich die Erweiterung der Schule hat sie mit Landesmitteln vorangebracht. Endlich gibt es keinen Anlass mehr für sülzige Statements zur jahrezehntelangen unerträglichen Trittbrettfahrerei der Nachbargemeinden.

Die personelle Substanz der Gemeindevertretung ist auf einem Tiefpunkt angekommen. SPD und CDU entsenden die am meisten kontaminierten Lichter. Der aufstrebende Jungpolitiker Fey kann sich nun seinem Wunschberuf in der SPD widmen. Die GuD klammert sich an WIR. Was auch sonst? Bei der CDU werden wohl bald die Lichter ausgehen. Zuviel Verrat am Wähler! Hier wie da.

Auch wenn der Wahlsieg von WIR beeindruckend und verdient ist,  finden sich dort nur die Falkenbergs mit drei erfahrenen Gemeindevertretern. Liest man die Vita und Absichten der anderen Vertreter, so stellt man fest: kommunale Qualifikation Fehlanzeige. Hier ist deutliche Nacharbeit notwendig, aber denkar. Denn immerhin müsste die Gemeindevertretung irgendwann wieder zu einem seriösen Bild zurückkommen. Die Chance dafür besteht.

 

Köhler's Laden; ein Fanal für die Ortsentwicklung

Köhlers Laden, im ehemaligen Eisenwarenhandel Benthack macht zu. Dass Einzelhandelsunternehmen schließen, ist neuerdings häufig. Hier trifft es aber eine strukturelle Komponente des Dassendorfer Lebens. REWE übernimmt die Postdienstleistungen;  gut so. Aber die Schließung von Köhlers Laden ist elerLogokleinein fatales Zeichen. Dassendorf hat keinen Ortskern, an dem genug Leben ist, um ein Geschäft mit kleinen Umsätzen und Investitionen zu halten. REWE kann diese Funktion aus dem eigenen Selbstverständnis heraus nur schlecht ersetzen. Dazu kommt der Parkplatz mit seiner Betonanmutung. Selbst das wenige Grün wird klein gehalten. Es war ein Versäumnis, dem Investor damals keine weiteren Bepflanzungszwänge aufzuerlegen. An der Kreuzung Bornweg/ Kreuzhornweg gab es Hoffman, Benthack, einen Bäcker und die Sparkasse. Mittlerweile ist nur noch der Friseur da. Leider hat Dassendorf keine Planung für das zukünftige Ortsbild. Gebaut wurde, wo die Grundstückseigentümer Geld brauchten. So ist auch die "Dassendorfer City" eine Semmelhacksiedlung geblieben. Zu einem zentralen Ort der Gemeinde ist sie nie geworden. Die Krone der Ortsbildzersplitterung liefert die Neubausiedlung an der Bargkoppel. Mischgebiet war geplant, Wohnbau sehen wir nun dort. Den Holunderhof hat man nur mit einer Minianbindung versehen. Die Waldsiedlung als baukulturelle Besonderheit der Gemeinde ist weitgehend zerstört, weil Herr Straßburg (SPD; krachend abgewählt) meinte, 1000 qm Grundstück seien sittenwidrig. 

Dassendorf entwickelt sich zu einer gesichtslosen Streubebauung mit allen Folgen für den Erhalt der Infrastruktur. Ob die neue Mehrheit endlich die Kurve zu einer langfristigen und wertigen Entwickungsplanung findet? Das ELER-Programm könnte nutzen. Es läuft noch viele Jahre.

Wer "Blickpunkt Dassendorf" liest?

googleEs ist erfreulich, dass die Dassendorfer der Wählergemeinschaft WIR einen überaus klaren Auftrag erteilt haben. Klar ist aber auch, dass dieser Auftrag eine Abfuhr erster Klasse an die CDU und SPD war. In Blickpunkt Dassendorf haben wir ungeschönt die Machenschaften und die persönliche Verstrickung der Beteiligten offen gelegt. Leider blieb das Verhalten der Bürgermeisterin lange Zeit unklar. Man hatte Probleme das einzordnen. Später gab es dazu vertrauliche Informationen, die das Geschehen verständlich machten. Die Dassendorfer scheinen gespürt haben, was hier abgeht. Spätestens als sich herausstellte, dass die Interessenten die Baumassen im Holunderbusch mit Tricks umnutzen und sogar erweitern  wollten, war jedem klar, das ist mehr als eine Dorftrottelei.

Seit Existenz des Internetauftritts 1998 von "Blickpunkt Dassendorf" wurden viele hundert Klicks registriert. Wir haben diese von sogenannten Bots separiert und festgestellt, dass eine erhebliche Zahl regionaler Aufrufe festzustellen waren. Die offensichtlich auf private Nutzer schließen ließen. In den 5 Wochen vor der Kommunalwahl 2018 gab es 478 Aufrufe für diesen Artikel. Kommunalwahl ist angesagt. Davon manche allerdings mehrfach. Auch die Google Anzeigen hatten Wirkung. 

Wir werden die neue Mehrheit kritisch begleiten. Freundliche Reden bei ernsthaften Themen werden nicht reichen.

Sie sind richtig hier!

Sie haben es bemerkt. Der Bildschirm ist irgendwie verändert. Blickpunkt-Dassendorf hat sich einer Erneuerungskur unterzogen. Die Inhalte sind die gleichen geblieben. Aber vieles ist etwas anders geordnet und teilweise vervollständigt. Das Wichtigste sehen Sie nicht: die bisherige Version war seit 4 Jahren aus der Wartung und lief unter einer überholten Version der Programmiersprache. Die Programmfehler häuften sich und mussten mit Hilfsprogrammen geheilt werden. Jetzt ist alles wieder auf neuestem Stand. 15.2.2019

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Recht haben und Recht bekommen

Beim Umgang mit Behörden und Ämtern ist Vorsicht geboten. rechthabenundbekommenNicht immer halten sich diese an ihre Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit und Rechtstreue. Besonders bei Grundstücks-angelegenheiten muss der Bürger vorsichtig sein. Der sprichwörtliche längere Arm bekommt dann  seine konkrete Gestalt. Bei kleinen Ämtern und Gemeinden ist Rechtstreue ein dehnbarer Begriff. Wie Sie sich unter diesen Bedingungen am besten verhalten, das lesen Sie hier.

Umgang mit Amt und Bürgermeister