Meinung

Die Achse des Guten
  1. (Rainer Bonhorst) In Salzburg, wo man ein Herz hat und die Musik liebt, darf Placido Domingo noch auftreten. Ein Gnadenakt für den Sänger und Dirigenten, um den sich die größten Häuser Jahrzehnte lang gerissen haben. Anderswo wurde er wegen Vorwürfen der Me-too-Kampagne gnadenlos ausgeladen. Erst ausladen, dann fragen lautet die Devise. Aber ist das richtig?
  2. (Henryk M. Broder) „Armut“ ist in einem „der reichsten Länder der Welt“ ein Dauerthema. Wobei die Schere zwischen „arm“ und „reich“ immer weiter auseinander geht, immer mehr Kinder „von Armut bedroht“ sind und Rentner Flaschen sammeln, um über die Runden zu kommen. Wie kann das sein? Es ist eine Strategie zur Herstellung „gleichwertiger Lebensverhältnisse“, ganz im Sinne des Artikels 72 des Grundgesetzes.
  3. (News-Redaktion) Die Zeitung „The Chronicle of Higher Education“ hat die Gehaltsdaten von rund 1400 amerikanischen Hochschulpräsidenten und -kanzlern analysiert. Fazit: Die Führungskräfte werden gut bezahlt, viele Leiter staatlicher Unis verdienen mehr als der US-Präsident. An den privaten Colleges sind die Gehälter noch höher.
  4. (Carl Christian Jancke) Obwohl die „Open Arms” ein Angebot erhalten hat, die Schiffbrüchigen in Südspanien von Bord zu lassen, verharrt sie vor Lampedusa, um die Einfahrt in Italien zu erzwingen. Es geht offenbar weniger um die Passagiere als vielmehr darum, Italien zu nötigen, seine Häfen zu öffnen. Sie werden in Geiselhaft dafür genommen, die Öffnung Lampedusas zu erzwingen
  5. (Fundstück von Henryk M. Broder)

    An der Berliner Humboldt-Universität sollte ein Interdisziplinäres Zentrum für Diktaturforschung eingerichtet werden. Dass es nicht zustandekommt, dafür sind vier studentische Vertreter verantwortlich, die im Akademischen Senat dagegen gestimmt haben, weil einer der Initiatoren des Zentrums, der Historiker Jörg Baberowski, "durch Aussagen (aufgefallen ist), die wir als flüchtlingsfeindlich bezeichnen würden", so eine Studentin, die Sozialwissenschaften studiert. Daraufhin knickten die Gremien ein. So sieht akademische Freiheit heute aus.

  6. (Rüdiger Stobbe) Die Komplexität der Stromversorgung eines Industriestaates ist gewaltig. Je mehr unkalkulierbarer Wind- und Sonnenstrom – auch noch mit Vorrang – in die Netze eingespeist werden muss, desto größer ist die Fehleranfälligkeit auch und gerade menschlichen Handelns.
  7. (Fundstück von Dirk Maxeiner)

    Focus verkündet seit gestern eine Weltsensation: "Der Durchschnittsdeutsche verbraucht 11,5 Tonnen CO2 im Jahr". Damit sind wir weltweit führend im CO2-Verbrauch. Ein vorbildlicher Sonderweg, denn alle anderen Nationen produzieren CO2. Lesen Sie, wie wir die CO2-Kurve kriegen! Lesen Sie es, solange es noch da steht, ich vermute, es steht eine kleine redaktionelle Korrektur unmittelbar bevor...

  8. (News-Redaktion) In Burkina Faso starben Soldaten durch einen mutmaßlich islamistischen Anschlag, zwei pakistanische Zivilisten starben in Kaschmir durch Beschuss aus Indien, syrisches Militär griff einen türkischen Militärkonvoi in Nordsyrien an, der Unabhängigkeitstag Afghanistans war von Anschlägen überschattet, in Nordirland gab es einen Sprengstoffanschlag, Boris Johnson wirbt für eine Übergangslösung an der irischen Grenze und Deutschland holt erste Kinder von IS-Kämpfern zurück.
  9. (Erich Wiedemann) Ist die GroKo am Ende, oder wird sie nur runtergeschrieben? Und was könnte passieren, wenn es tatsächlich zum Bruch kommt? Die Grünen und die Linken machen aus ihren Plänen kein Geheimnis. Und auch die Kanzlerin ist nicht frei von dem Verdacht, dass sie immer noch Reste sozialistischer Ideale unter dem Herzen trägt.
  10. (Ramin Peymani) Mit Deutschlands Wirtschaft geht es bergab. Die Ursachen sind hausgemacht und weltrettend grün. Es scheint nur noch darum zu gehen, Dogmen durchzusetzen. Viele Mdien und Politiker machen für die Misere allerdings andere verantwortlich: Sie suchen die Schuld bei Donald Trump, den Befürwortern des „Brexits“ und ganz generell bei allen, die sie des Rechtspopulismus verdächtigen.